Inwiefern beeinflussen wir die Menschen um uns? Und inwiefern beeinflussen die Menschen um uns uns selbst?
Wir alle werden jeden Tag von irgendjemanden und durch irgendetwas beeinflusst. Sei es jetzt, dass wir uns Predigten von unseren Eltern anhören müssen, Zeitung lesen oder Werbung sehen. Auch wenn uns das nicht gleich klar ist, es beeinflusst uns, wenn auch nur unterschwellig.
Gilt das auch für das Verhalten in Freundeskreisen? Beeinflussen uns unsere Freunde und Cliquen (ich hasse dieses Wort eigentlich, aber es ist spät und mir fällt kein besseres ein) so, dass wir uns irgendwann total verändern? Ob zum Guten oder Schlechten sei jetzt mal dahingestellt.
Kann es sein, dass wir uns über einen längeren Abschnitt, in dem wir viel Zeit mit neuen Leuten und anderen Sachen verbringen, uns so verändern, dass es uns selbst nicht auffällt, sondern nur den Leuten, die als Beobachter unseres Lebens außerhalb stehen?
Wenn man die Schule verlässt und einen neuen Weg einschlägt passiert soetwas oft. Wir lernen neue Leute kennen, machen neue Sachen und setzen unsere Prioritäten anders, als wir es früher getan hätten. Und manchmal merken wir es erst, wenn Leute, die zu unseren ehemaligen Prioritäten gehört haben, uns das auch sagen.
Aber wie oft kommt es vor, dass man auf Veränderungen angesprochen wird? Auf innerliche, meine ich jetzt mal. Nicht die äußerlichen ‚Mein Gott, hast du abgenommen?’ (Was zum Teufel soll man hier eigentlich antworten?!) oder ‚Warst du beim Friseur?’ Veränderungen, sondern die ‚Was machst du eigentlich? Hast du eine Ahnung, wie du dich gerade aufführst? Reiß dich zusammen!’ Veränderungen.
Was soll man jemandem sagen, den man nicht mehr wiedererkennt? Wie soll man demjenigen sagen, dass er sich verändert hat und zwar nicht gerade zum Besseren? Wie soll man das diplomatisch rüberbringen, noch dazu wenn man wegen diesen Veränderungen die Nähe dieser Person nicht mehr gesucht hat?
Die Wahrheit ist, man kann nichts machen. Vor allem, wenn man selbst entschieden hat, kein Teil des Lebens dieser Person zu sein. In der Freundschaft ist es wie in einer Beziehung. Es gibt gute und schlechte Zeiten und dann auch die, in denen es nicht mehr geht. In denen man weiß, dass es keinen Sinn mehr hat und dass es das Beste ist, zu gehen.
Vielleicht nicht immer für die anderen Beteiligten, aber für uns. Und immerhin müssen wir mit uns selbst leben und nicht mit den anderen.
Aber es ist nur menschlich, darüber nachzudenken, wie wohl die ganze Situation wäre, wenn wir diesen Einfluss, den wir selbst abgegeben haben, noch hätten. Würde dann alles ganz anders sein? Könnte man dann noch so miteinander umgehen wie in den Zeiten, als alles noch normal war oder würden wir sowieso dort sitzen, wo wir uns im Moment befinden?
Wie positiv kann der Einfluss sein, den wir auf unsere Freunde haben?
Im Endeffekt muss ich sagen: Ja, wir haben Einfluss. Jede Menge sogar. Negativen und Positiven. Aber nur auf Leute, die wir beeinflussen wollen und die es zulassen, von uns beeinflusst zu werden. Im großen und ganzen also unsere Freunde. Die Menschen, die wir lieben. Und wichtig. Die Menschen, die uns lieben.
Ja, man hat Einfluss, machmal mehr als man denkt. Und da glaub ich muss man bei seinen Freunden vorsichtig sein. Man kann schnell jemanden wehtun, ohne es selbst mitzubekommen.
AntwortenLöschenVeränderungen sind normal, wer sich nicht verändert ist tot ;)
Ob man sich zum guten oder schlechten ändert, kann man oft nicht selbst beurteilen, aber dafür hat man familie und freunde. :)